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9. Brandenburg-Tag in Eberswalde
Bei strahlendem Sonnenschein und in ausgelassener Stimmung haben am Samstag die Einwohner von Eberswalde (Barnim) und ihre Gäste den 9. Brandenburg-Tag gefeiert. Bis zu 140.000 Besucher wurden gezählt.
Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hatte das größte Volksfest des Landes am Vormittag eröffnet. Er wurde dabei von Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) und dem Eberswalder Bürgermeister Reinhard Schulz (parteilos) begleitet.
Der Brandenburg-Tag habe sich von Jahr zu Jahr immer mehr zu einer Leistungsschau des Landes entwickelt, sagte Platzeck. Über 300 Aussteller aus dem ganzen Land würden in Eberswalde erneut die Leistungskraft und die Fertigkeiten der Brandenburger präsentieren.
Am Ausstellungsstand der Fleischer schnitten die Landespolitiker eine 45 Kilogramm schwere Riesenboulette und am Stand der Bäckerinnung einen 16 Quadratmeter großen Pflaumenkuchen an. Zehn Bäcker hatten in 24-stündiger Arbeit den Riesenkuchen in Herzform gebacken und dabei 250 Kilogramm Pflaumen aus dem Land verarbeitet. Den Erlös werden die Eberswalde Tafel und die Verkehrserziehung der Stadt erhalten.
In diesem Jahr steht die Veranstaltung unter dem Motto "Grüne Stadt am blauen Band des Finowkanals - Tradition in Bewegung". Eberswalde bettet das Fest in die Veranstaltungen zum 750-jährigen Stadtjubiläum ein. Die Stadt habe sich lange und intensiv auf den Brandenburg-Tag vorbereitet und wollte den Besuchern aus dem ganzen Land viel Spaß, Unterhaltung und Entspannung bieten, sagte Bürgermeister Reinhard Schulz (parteilos).
Neben Ministerpräsident Platzeck und Innenminister Schönbohm waren zahlreiche weitere Minister sowie viele Kandidaten für die bevorstehende Landtagswahl gekommen. Wahlkampf aber sollte bei diesem Landesfest nicht stattfinden, hatte Platzeck schon vor der Eröffnung verkündet. Die Brandenburger diskutierten trotzdem. Auf und vor der Bühne der im Land vertretenen Gewerkschaften waren auch am Brandenburg-Tag Hartz IV, Arbeitslosengeld II und die Gesundheitsreform ein großes Thema.
Die meisten Gäste aber waren zum Feiern nach Eberswalde gekommen und nutzten die vielen Unterhaltungsangebote vor den acht Bühnen und die Informationsmöglichkeiten an über 300 Ständen. Dort stellte sich fast ganz Brandenburg von der Polizei über die Johanniter-Unfall-Hilfe bis zum kleinen regionalen Buchverlag vor.
Quelle: RBB
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