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Für Feuerwehr-Fans gilt der Rekord
Von Ellen Werner
Finowfurt (MOZ) Den Weltrekord haben sie nicht ganz geschafft. Dazu hätten es mehr als 160 Wagen sein müssen. Aber das größte Feuerwehrtreffen Nord-Brandenburgs hat der Verein "Florian Schorfheide" am Wochenende gewiss zusammengetrommelt. Begeistert waren Freiwillige und rund 2500 Besucher gleichermaßen. 18 Uhr am Sonnabend soll der Rekordversuch steigen. Matthias Wolf aus Ladenburg bei Mannheim hat schon anderthalb Stunden früher mehr als 600 Bilder geschossen. "Ich hoffe, dass es noch ein paar mehr werden", sagt der Feuerwehrmann in Zivil, der einen Berlin-Urlaub mit der Familie extra rund um das erste internationale Feuerwehrtreffen herum organisiert hat. "Er fotografiert im Hobby Feuerwehrautos", erklärt seine Frau Daniela. "Für mich sind vor allem die vielen alten Autos aus der DDR sehenswert", sagt Wolf. Da kommt der Baden-Württemberger auf dem Gelände des Luftfahrtmuseums in Finowfurt voll auf seine Kosten. An den Start gehen die Teilnehmer nicht nach Nummernfolge, sondern geteilt nach alt und neu - also Fahrzeuge über und solche unter Baujahr 1970. Zwischen Hangars und Rollfeld gehen ohrenbetäubend laut und im Minutentakt die Sirenen. Abgasfahnen und -wolken liegen in der Luft. Am weitesten sind Baden-Württemberger angereist, auch aus Schleswig-Holstein kommt eine Wehr. "Unseren letzten Aufruf haben doch viele registriert", sagt Axel Müller vom Joachimsthaler Feuerwehrverein "Florian Schorfheide" Er hatte die Idee zu dem Treffen und trug sie ein paar Freunden an. "Die fanden das super." Die Besucher, "gut und gerne 2500" haben Müllers Leute geschätzt, bekommen einiges geboten: Feuerwehr-Training im Brandübungscontainer, Höhenrettungsübungen, die Firefighter Challenge von den "härtesten Feuerwehrmännern der Welt" - "die Berliner haben demonstriert, was richtiger Feuerwehrsport ist", meint Müller. Das Highlight ist aber doch der Weltrekordversuch. Noch kurz vor Start melden sich etliche Wehren an. Müller hat 97 Nummern verteilt, die letzten fünf Wagen fahren so mit. Die meisten kommen aus dem Barnim und umliegenden Landkreisen. So wie die Wehr Angermünde/Greiffenberg. "Ich bin seit 31 Jahren dabei und hab sowas noch nicht erlebt", sagt Wehrführer Lutz Wendler. "Das muss man mal mitgemacht haben." Die Uckermark ist auch mit einem 15-köpfigen Trupp aus Dedelow bei Prenzlau vertreten, der das Wochenende gleich zum Zelten genutzt hat. Die Jungs haben einen alten Multicar zur Feuerwehr umgebaut. "Im Juli haben wir bei Multicar einen Preis für den schönsten Wagen bekommen", sagt Maik Rummel. "Jetzt hoffen wir, bei der Oldtimer-Prämierung etwas abzustauben. "Mit einem Oldtimer sind auch die Marienwerder Freiwilligen angereist. "Für unseren W 50 ist es die letzte Amtshandlung - der geht nächste Woche in den Ruhestand", sagt Ortsjugendwart Heiko Ruffert. Dass es zu den 160 Fahrzeugen, die für den Weltrekord nötig wären, wohl nicht ganz reicht, habe sich schon während der Anmeldung abgezeichnet, sagt er. "Wäre schön gewesen, aber irgendwann schaffen wir das schon." "Für mich gilt der Rekord trotzdem", meint eine Besucherin aus dem Oderbruch. Und möglicherweise wird er schon im nächsten Jahr wahr: "Meine erste Einschätzung ist, dass wir das wiederholen", sagt Axel Müller.
Montag, 07. September 2009 (08:09)
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